Praxisgerechte Planung, Ausschreibung und Vergabe von Kanalsanierungsmassnahmen

Ziel dieser Veranstaltung ist es, den Teilnehmern anhand der Schlauchverfahren die gültigen Regelwerke aufzuzeigen und die in der Praxis der grabenlosen Kanalsanierung ausgeführten Leistungen in Leistungstexten VOB-konform darzustellen. Die Veranstaltung wird weiterhin das Konzept „aus der Praxis für die Praxis“ leben und wendet sich damit an die Fachleute, die sich mit der Planung und Ausschreibung von Kanalsanierungsmaßnahmen in grabenloser Technik befassen müssen.


  • Kanalsanierungsmassnahmen
    01. September 2020 in Hannover
Seminarunterlagen inkl. LV 5 „Schlauchlining in Kanälen"

  • Kosten (MwSt. frei)

    Teilnahmegebühr:EUR 170,-
    VSB-Mitglieder:EUR 130,-


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Zu unserem Tagesgeschäft in der Kanalinstandhaltung gehört das Erstellen von Leistungsverzeichnissen. Aus Sicht von Kanalnetzbetreibern, planenden Ingenieurbüros oder Mitarbeitern in Ämtern, Gemeinden und Verbänden stehen wir alle vor der Herausforderung, VOB-konforme Leistungstexte zu formulieren. Aber warum nur fällt es uns so schwer? Der § 7 der VOB Teil A fordert, „Leistungen eindeutig und so erschöpfend zu beschreiben, dass alle … (sie) im gleichen Sinne verstehen…“. Diese Aussage begleitet uns von Beginn an und doch stellt sie uns vor extreme Herausforderungen.


Der Fachausschuss Technik des VSB, bestehend aus Vertretern von Ingenieurbüros, Netzbetreibern als auch von Sanierungsunternehmen, hat sich gemäß der VSB-Philosophie „Lücken zu schließen“ zum Ziel gesetzt, standardisierte Leistungsverzeichnisse gemäß der VOB zu erstellen und diese den Fachplanern zur Verfügung zu stellen. Die erstellten Leistungstexte sind weniger als Musterleistungsverzeichnisse zu verstehen, sondern sollen vielmehr als eine Arbeitsgrundlage zur Erstellung oder Ergänzung eigener Leistungsbeschreibungen dienen. Die Texte werden für den Ausschreibenden durch Informationen „unterstrichen“, die weitere planerische Details zu einzelnen Positionen liefern. Diese Informationen spiegeln vor allem Erfahrungen aus der Praxis wieder, da es grundsätzliche Unterschiede zwischen grabenloser und offener Kanalsanierung gibt und die dadurch verdeutlicht werden. Weiter wurden in diesen Informationen konkrete Anforderungen an den Planer beschrieben, die sich z. B. für das Schlauchverfahren aus dem DWA-M 144 Teil 3 ergeben. Ein eindeutiger Bezug wurde durch Kapitelbenennung des Merkblattes in den Leistungsverzeichnissen vorgenommen.


Diese Veranstaltungsreihe wurde von uns konzipiert, um die Philosophie dieser Leistungstexte darlegen zu können. Die grabenlose Kanalsanierung unterscheidet sich in manchen Bereichen stark vom offenen Kanalbau. Wir sind gezwungen, anders denkend an Leistungstexte der grabenlosen Kanalsanierung heranzugehen. Baustelleneinrichtungen versus An- und Abfahrten, Umsetzen von Sanierungseinheiten sowie die Möglichkeiten der Verkehrssituationen nehmen einen anderen Stellenwert als bisher bekannt ein. Diese Veranstaltung soll dies anhand grundsätzlicher Anforderungen an uns Planer, anhand der derzeit gültigen Regelwerke sowie anhand von Praxisbeispielen für das Schlauchverfahren verdeutlichen. Wir erwarten hierbei kontroverse Diskussionen, werden diese fördern und Raum geben, um Ihnen Grundsätzliches der grabenlosen Bauweise näher zu bringen.


Das Ziel ist es, Ihnen anhand der Schlauchverfahren die gültigen Regelwerke aufzuzeigen und die in der Praxis der grabenlosen Kanalsanierung ausgeführten Leistungen in Leistungstexten VOB-konform darzustellen. Die Veranstaltung wird weiterhin das Konzept „aus der Praxis für die Praxis“ leben und wendet sich damit an die Fachleute, die sich mit der Planung und Ausschreibung von Kanalsanierungsmaßnahmen in grabenloser Technik befassen müssen.

Das LV Nr. 5 „Schlauchlining in Kanälen“ ist in der Teilnehmergebühr enthalten.

09:00 - 10:30 Anforderungen an Ingenieurleistungen - von der Kanalsanierungsplanung bis zur Vergabe der Bauleistung, Inhalte der ZAI Nr. 0.1 und ZAI Nr. 0.2
- Von der Bedarfsermittlung bis zur Objektplanung
- Anforderungen an Ausschreibung und Vergabe
- Hinweise auf die ZAI Nr. 0.3 und ZAI Nr. 0.4
10:30 - 11:00 Kaffeepause
11:00 - 12:30 Die Bedeutung von ATV und ZTV - von der VOB/C-DIN 18326 und der DWA-M 144-3 zumn Schlauchlining
- Bestandteile einer Leistungsbeschreibung gemäß DIN 18326
- Nebenleistungen vs. Besondere Leistungen
- Inhalte der DWA-M 144-3 und weitere ZTV
12:30 - 13:30 Mittagsessen
13:30 - 15:00 VSB-LV-Texte zum Schlauchlining mit praktischen Hinweisen
- Positionstexte aus der Praxis: VOB konform?
- Anwendungshinweise und grundsätzliche Philosophie der VSB-LV-Texte
- VSB-LV-Texte für das Schlauchverfahren mit Bezug auf die DWA-M 144-3 als Ergänzung Ihrer Leistungsbeschreibung
- Hinweise zu Bieterangaben
ca. 15:30 Diskussion und Ende der Veranstaltung


Die Referenten
Dipl.-Ing. Ines Hamjediers, Loxstedt

Interaktion
In diesem Seminar wird auf die individuellen Erwartungen der Teilnehmer eingegangen. Zu Beginn gibt es eine klassische Vorstellrunde, die ein gegenseitiges Kennenlernen ermöglicht. Die Diversität der Teilnehmer und ihrer Erfahrungsbackgrounds macht dieses Seminar in seinem Austausch mit der Referentin so individuell. Fragen können jederzeit gestellt werden und Diskussionsrunden zum Abschluss eines Seminartages sind ein fester Bestandteil der Agenda.

Medieneinsatz
Für die bestmögliche Aufmerksamkeit arbeitet unsere Referentin mit unterschiedlichen Medien: anschauliche Power-Point-Präsentationen, Praxis- und Fallbeispiele und die Arbeit mit dem LV 5 „Schlauchlining in Kanälen“ machen das Seminar so abwechslungsreich und garantieren einen hohen Lernerfolg.

Unterlagen
Begleitend zur Veranstaltung erhalten die Teilnehmer von uns ausführliche Seminarunterlagen, die - komplettiert mit den persönlichen Notizen – noch lange nach dem Seminar als Nachschlagewerk am Arbeitsplatz dienen. Zusätzlich zu den Seminarunterlagen ist die LV 5 „Schlauchlining in Kanälen“ in den Seminargebühren enthalten.



Veranstaltungsort
VSB Geschäftsstelle
Werftstr. 20
30163 Hannover